Unverleimtes Massivholz

Massivholz-Stamm, reiner Holzstamm oder traditioneller Holzstamm sind alles gebräuchliche Bezeichnungen für dieses ursprünglichste und am längsten verwendete Blockhaus-Material.

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Wir sind einer der führenden Hersteller von Massivholzstämmen und kontrollieren den gesamnten Prozess von Anfang bis Ende, indem wir Blockhäuser aus Massivholzstämmen direkt aus den Baumstämmen herstellen

Eines der Geheimnisse für die Beliebtheit von Massivholzstämmen ist ihre Authentizität und Ursprünglichkeit. Sie sind vollständig chemiefrei, und Menschen leben seit Hunterten von Jahren in Häusern aus Massivholzstämmen, ohne Probleme mit der Raumluft.

Natürlich stimmt es auch, dass keine wissenschaftliche Studie schädliche Stoffe in den Klebstoffen moderner laminierter Holzstämme (Leimholzstämme) gefunden hat, und auch wir glauben nicht, dass solche existieren. Wenn jedoch eine risikofreie Bauweise ohne jegiche Kompromisse gewünscht ist, fällt die Wahl auf Massivholzstämme.

 

Stammdicken: 140 – 320 mm

Wir fertigen Massivholzstämme in allen Grössen, beginnend bei 140mm für Wandstämme von Freizeit- bzw. Ferienhäusern bis hin zu über 300mm dicken Stämmen. Die gängigsten Wandstämme für Einfamilienhäuser liegen preislich meist bei 200mm oder 220mm Stärke. In diesen Grössenbereich sind Massivholzstämme etwas günstiger als vergleichbare Leimholzstämme. Ab einer Stärke von 270mm und mehr werden Massivholzstämme deutlich hochwertiger und exklusiver, und Stämme über 300mm sind in der Regel für Kunden gedacht, bei denen das Budget nicht der entscheidenen Faktor ist. Ausserdem verlängert sich die Lieferzeit deutlich, je grösser die Stammdicke wird.

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Fichte oder Kiefer?

Beides ist möglich. Wir stellen Massivholzstämme sowohl aus Fichte als auch aus Kiefer her.

Kiefer ist die traditionelle Wahl, und praktisch alle noch stehenden Blockgebäude, die etwa 20 bis 700 Jahre sind, bestehen aus Kiefernholz. Traditionelle Bezeichnung wie "Honka" oder "Petäjä" beziehen sich speziell auf Kiefer. Moderne Trocknungstechniken ermöglichen heute jedoch auch die Herstellung aus Fichte, und viele Kunden haben ebenfalls die positiven Eigenschaften der Fichte entdeckt.

Welche Holzart besser ist, ist natürlich auch Geschmackssache, aber die Eigenschaften der beiden Holzarten lassen sich ungefähr wie folgt zusammenfassen:

 

Kiefer:
  • Die Farbe des Holzes reicht vom hellen Ton des Splintholzes bis zum rötlich-braunen Kernholz.
  • Bei grossen Massivholzstämmen mit 200-320mm Durchmesser gibt es viele vollständig astfreie Stämme. Wenn Äste vorhanden sind, sind sie jedoch sehr deutlich sichtbar und oft recht gross. Die Äste können sowohl gesund als auch schwarz sein. Weiche, faule Äste entfernen wir während der Produktion, aber trockene, schwarze Äste lassen sich nicht vermeiden, da in 100-200 Jahren alten Stammabschnitten zwangsläufig auch abgestorbene Äste vorkommen. Wer sich für Massivholzstämme entscheidet, batrachtet Äste meist als Kunstwerke der Natur und  nicht als Mängel.
  • Kiefernholz riecht stark nach Harz, besonders wenn es neu ist. Dieser Duft polarisiert, und über die Eigenschaften der Harze gibt es sowohl Befürworter als auch Kritiker.
  • Das Kernholz der Kiefer ist sehr witterungsbeständig und in seiner Haltbarkeit mit druckimprägniertem Holz vergleichbar.
Fichte:
  • Fichte ist gleichmässig hell gefärbt, vergilbt aber schnell bei direkter Sonneneinstrahlung.
  • Die Äste sind klein, hellgrau und sehr selten trocken; sie sind deutlich weniger auffällig als Kiefernäste
  • Untersuchungen zu VOC-Emissionen zeigen, dass Fichte deutlich weniger flüchtige organische Verbindungen freisetzt als Kiefer.
  • Fichte ist geschlossenporig, sodass Wasser nicht in die Zellen eindringt; selbst eine Druckimprägnierung dringt kaum ein. Diese Eigenschaften erhöht die Witterungsbeständigkeit, weshalb Fichte häufig für Aussenverkleidungen verwendet wird.
  • In traditionellen, wissenbasierten Diskussionen wird Fichte als "weich" mit Verzugstendenz kritisiert. Das ist jedoch veraltet: Heutzutage werden neben Aussenverkleidungen auch alle festigkeitsklassifitierten Bauhölzer, Dachstühle und Leimholzträgermeist aus Fichte hergestellt.

Risse

- Ja, sie existieren 😊 Wenn Risse als Mangel betrachtet werden, sind Massivholzstämme nicht das richtige Produkt. Unsere Stammvorbereitungstechnik sorgt dafür, dass Risse, die in frischen Stämmen entstehen, grösstenteils in den Bereich der Reservestelle des Stammes geleitet werden. Dennoch gibt es auch sichtbare Risse. Risse schwächen weder die Festigkeit noch den Wärmewert des Holzes; sie sind eine natürliche Eigenschaft, die den Gesetzen von Einzelsystem-Stämmen folgt.